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Cerro Tronador / Rio Manso 2007

An unserem 4. Tag auf dem Manso erwartet uns ein ganz besonderer Abschnitt: der "Manso de las Cascadas" - der Abschnitt der Wasserfälle. Wir setzen im Lago Hess ein und haben erst einmal ein paar Kilometer zum Einpaddeln. Das Wasser ist mittlerweile dank der vielen Seen sehr viel wärmer als noch oben am Gletscher und bei blauem Himmel und Sonnenschein starten Diego, Manfred und ich voller Energie für die nächsten Tage auf dem Fluss.

Nach kurzem lädt eine tolle Surfwelle zum Verweilen ein: unsere grossen Wildwaserboote sind zum Spielen in der Welle zwar nicht ganz optimal, doch ein bisschen was geht immer!

Und dann stehen wir auch schon vor dem ersten Wasserfall: der Touristenattraktion "Cascadas de los Alerces". Mmmmh, gut 15m Gefälle baut der Flus hier ab; erst geht es über eine Rutsche und dann einen verschnittenen Wasserfall nach unten. Unser argentinischer Freund Diego ist den Wasserfall schon gefahren - allerdings bei einem deutlich niedrigeren Wasserstand. Heute zeigt er wenig Ambitionen, einen weiteren Befahrungsversuch zu wagen und auch Manfred und ich entscheiden schnell: hier umtragen wir lieber.

Surfwelle nach dem Lago Hess

Manfred booft ueber die Kante

Oberhalb des 30m hohen Falls

Jutta erwischt die Ideallinie im Fall

Wuchtig geht es einige Meter hinunter

Doch nur wenig später stehen wir in einer Flachklamm bereits wieder vor den nächsten Wasserfällen - und diesmal sieht es gut aus: vom linken Ufer aus sind die Linien gut zu erkennen und nacheinander fahren wir zunächst den 3-m Drop und dann den 6-m hohen Fall sicher hinunter. Auf den nächsten Kilometern erwartet uns tolles Wildwasser im Drop-und-Pool-Charakter. Der Manso fliesst hier durch ein völlig abgelegenes Tal in den Bergen, die nächste Strasse ist weit entfernt. Im Kernstück der Schlucht am heutigen Tag müssen wir schauen, das wir rechtzeitig aussteigen, denn weiter vorne ist ein gut 30m hoher, bisher noch nicht befahrener Wasserfall. Zum Teil senkrechte Felswände an den Flussufern machen ein Aussteigen nicht überall möglich und gerade bei dem recht hohen Wasserstand, den wir haben, fahren wir mit der nötigen Vorsicht. Das Umtragen durch den dichten Wald - ausser Kajakfahrern kommt hier niemand vorbei und auch das sind nicht viele - ist mühsam, nur langsam kommen wir voran.



Foto oben: Diego in einem ruhigeren Abschnitt
Foto links oben: Jutta im Kernstück der Schlucht
Foto links:Begegnung mit den Fischern am Lago Steffen

Doch danach werden wir vom Fluss für unsere Arbeit belohnt: tolles Wildwasser im III. und IV. Grad bietet der untere Teil dieses Manso-Abschnitts. Rapids, die man alle vom Boot aus einsehen kann, tolle Wellen, wuchtige Stufen! Wir geniessen die Fahrt und kommen nach 6,5 h auf dem Fluss an den Lago Steffen. Hier treffen wir auf eine Reihe Angler - die Gegend ist ein berühmtes Revier zum Fliegenfischen. Doch bis zur nächsten Möglichkeit, an die Strasse zu gelangen, ist es noch ein weiter Weg über den See. Gut 1,5h lang paddeln wir einmal komplett über den Lago Steffen, bis wir an einem kleinen Strand anlanden. Bis hierhin kann man mit dem Auto fahren und Diego wird hier von einem Bekannten abgeholt, denn er muss morgen arbeiten. Manfred und ich verbringen die Nacht an diesem tollen Platz. Mit einem Picknick in der Abendstimmung klingt der 4. Tag auf dem Rio Manso aus.

unser Essen haben wir uns heute wirklich verdient

Abendstimmung am Lago Steffen

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