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Manso-Trip 2006 - Teil 4

  • Tag 1 - Manso / 6. Januar 2006
  • Tag 2 - Manso / 7. Januar 2006
  • Tag 3 - Rio Torrentoso, Rio de los Morros, Rio Barranco
  • Tag 4 - Manso / 9. Januar 2006
  • Tage danach - Das Wunder um Juttas Boot / 14. Januar 2006

Wohlbehalten wieder in Bariloche zurück, erholen wir uns erstmal ein wenig von den Aktionen der letzten Tage. Intensives Paddeln, die Strecken zu Fuß und vor allem der Dauerregen haben ein paar Spuren hinterlassen und so genießen wir den Luxus von warmer Dusche und trockenen Sachen!

Unseren Fahrer, der noch auf chilenischer Seite auf uns gewartet hat, können wir auch kontaktieren und bald sind wir alle wieder in Bariloche versammelt. Und damit gibt es für mich eine große Überraschung: mein Boot ist da! Genauer gesagt ist der EZ am Ausstieg in Chile: es hat den ganzen Weg durch die Schlucht zurückgelegt, alle Rapids befahren und ist nun als "einziger" wie geplant unten angekommen. Ion, unser Fahrer, hat den Fluss auf der Suche nach uns mit dem Fernglas ständig im Auge behalten und es dabei entdeckt. Unglaublich!!! Der Manso ist hier vor der Mündung in den Rio Puelo, der wiederum nach kurzem dann in den Pazifik mündet, sehr breit und teilt sich in mehrere Arme. Und an einer dieser Inseln, die sich dadurch ergeben, liegt mitten im Fluss mein EZ. Was ein Zufall, das Ion ihn entdeckt hat und was ein Glück, dass das Kayak überhaupt schnell genug war und es bis dorthin geschafft hat.

    Manfred Beer

Manfred bei der Bergung des Bootes

Diese Nachricht und die genaue Beschreibung, wo wir das Boot finden, reicht natürlich aus, dass wir unsere geplante Reiseroute ein wenig verändern und dem unteren Manso nun noch selbst einen Besuch abstatten werden. Mit dem Auto geht es also mit einem Riesenumweg von ca. 400 km an den Punkt, an dem wir eigentlich alle gemeinsam paddelnderweise ankommen wollten. In dem nur spärlich besiedelten Mündungsbereich des Manso in den Puelo wissen natürlich alle von dem Kajak im Fluss, und als wir dort ankommen, um es abzuholen, werden wir von allen Seiten begrüßt. Wie auch schon zuvor während unserer Wochen in Chile sind die Leute sehr hilfsbereit: egal, ob es um weitere Informationen oder leckeren Lachs mitten in der Nacht geht: nichts ist unmöglich und wir werden bestens versorgt! Und so kann Manfred auf einfache Weise mit seinem Kajak zu der Stelle fahren, wo mittlerweile der EZ auf dem Trockenen liegt. Der Wasserstand des Manso ist zwischenzeitlich etwas gefallen und die Bergung erweist sich damit als sehr einfach.

Jutta Kaiser   

Der EZ hat in der Manso-Schlucht einiges abbekommen und Jutta leidet mit. Foto rechts: Fährüberfahrt am Lago Tagua Tagua - nun wieder mit 2 Kajaks

Einige Spuren hat der Fluss an dem Boot hinterlassen, doch der Zustand ist besser als erwartet! Selbst der Schraubenzieher und die Bergeausrüstung, die im Kajak verstaut war, ist noch da! Doch da wir in den nächsten Tagen erstmal in den Parque National Torres del Paine zum Wandern wollen, wird die Reparatur noch etwas warten müssen...

Text: Jutta Kaiser, Fotos: Jutta Kaiser und Manfred Beer

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Copyright © Jutta Kaiser