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Manso-Trip 2006 - Teil 1
Bereits vor etlichen Wochen hat Andreas Koschnik, unser in Brasilien lebender
Bekannter, mit den Vorbereitungen für unseren Mehrtagestrip auf dem Manso
begonnen. Der gewaltige Fluss, der an den Gletschern des Cerro Tronador
entspringt, die Seen südlich von Bariloche entwässert und schließlich in den
Pazifik mündet, bietet sowohl auf argentinischer als auch auf chilenischer
Seite tolles Wildwasser in einer eindrucksvollen Schlucht. Die schwierigsten
Teilstrecken befinden sich dabei in einer ziemlich abgelegenen Gegend, die nur
per Kajak auf dem Fluss oder zu Fuß bzw. mit Pferden auf einem abenteuerlichen
Trail durch den ansonsten undurchdringlichen Wald zu erreichen ist.
Mit der Hilfe von Diego Rodriguez, dem Erstbefahrer der Schlucht und unserem
Kontaktmann in Bariloche, bereiten wir alles für unseren 6-tägigen Versuch,
die Schlucht von Argentinien nach Chile zu befahren vor. Eine Landcrew mit
Pferden wird uns begleiten und den Grossteil unseres Gepäcks transportieren.
So können wir mit leichten Booten fahren, was mehr Komfort doch vor allem auch
mehr Sicherheit in den Rapids, die uns erwarten, bedeutet.
Am 6. Januar brechen wir auf argentinischer Seite an der sogenannten Pasarella
auf. Bereits bevor wir losgefahren sind, haben wir die Grenzformalitäten hier
in Argentinien geregelt: mit den Ausreisestempeln in den Pässen fahren wir
flussab, die Einreise in Chile können wir vielleicht erst am nächsten Tag
erledigen. Doch das ist in dieser Gegend kein Problem. | |
Insgesamt bewältigen wir den ersten Tag ohne Probleme und kommen gegen Abend am
ersten Camp an. Unsere Landcrew ist noch nicht da, und so nutzen wir die Zeit,
um in unseren Paddelklamotten zur chilenischen Grenzstation zu wandern. So
können wir heute doch noch alle Formalitäten erledigen.
Zurück von diesem eher ungewöhnlichen Grenzübertritt treffen wir unsere
Begleiter an Land im Camp. Bereits am ersten Tag stellt sich heraus, dass wir
die "trockenen" Sachen für den Transport auf den Pferden bei diesem Regen
besser verpacken müssen :-(. Doch zum Glück gibt es ein wärmendes Feuer und
auch bald etwas zu essen, so dass die Stimmung ungetrübt bleibt. |
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Copyright © 2005-2006 Jutta Kaiser