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News / Archiv

Teva Extrem Mountain Games
in Rassa / Val Sesia 2006

Im 5. Jahr hat das bekannte Kajak-Extrem-Rennen im Piemont so viele Paddler angelockt wie noch nie zuvor: mit über 70 Herren und 9 Damen am Start der Wettkämpfe auf Egua und Sorba war ein guter Zeitplan notwendig, um alle Entscheidungen in den drei Tagen auszufahren.

Und das Organisatorenteam um Francesco Salvato mit Moderator Arnd Schäftlein hatte die Sache im Griff: pünktlich am Sonntag Nachmittag um drei standen die beiden Sieger fest. Jeraad Manly (NZL) und Jutta Kaiser (GER) lagen am Ende nach der Addition der vielen Einzelergebnisse jeweils vorne!



Die Organisatoren v.l.: Arnd Schäftlein und Francesco Salvato


David Arnaud und Jutta Kaiser

1. Tag: Freitag Zunächst verlangte der lange Team-Sprint auf der Egua - von der Eingangsrutsche bis vor den letzten Schluss-Wasserfall - den Dreier-Teams ein hohes Maß an Kondition ab. Nur wenn alle 3 Paddler gemeinsam im letzten Kehrwasser ankamen, gab es eine Zeitwertung; nicht allen Teams gelang dies, nachdem es weiter oben Paddelbrüche und Verklemmer gegeben hatte. Für die Mädels stand dann am Nachmittag ein kurzes Rennen auf den Schlussmetern der Egua auf dem Programm, während die Herren wiederum die lange Strecke bewältigen mussten: diesmal alleine im Kampf gegen die Uhr.

Dass danach einige bereits ziemlich müde waren, machte sich am Abend deutlich bemerkbar: nach dem Abendessen für alle am Rafting-Camp Monrosa in Balmuccia wurde es an vielen Ecken des Zeltplatzes schnell ruhig… während andere noch länger feierten.

2. Tag: Samstag Vor der tollen Kulisse in Rassa standen auf dem Traum-Wildwasser der Sorba gleich 2 Entscheidungen auf dem Programm. In der Früh wurde ein Einzelsprint gefahren; mehrere hundert Meter mit etlichen Höhenmetern galt es zu bewältigen. In weniger als 2 Minuten waren die meisten am Ziel… deutlich länger jedoch dauerte es, dass Boot wieder an den Start hoch zu tragen und die sauren Muskeln ein wenig zu regenerieren.

Denn am Nachmittag musste nicht nur Geschwindigkeit, sondern auch ein Blick für die beste Linie durch einen anspruchsvoll gesteckten Slalom gezeigt werden. In Kehrwässern bzw. unmittelbar vor Abrisskanten an Rutschen und Wasserfällen waren Tafeln angebracht, die von den Paddlern mit der Hand „abgeklatscht“ werden mussten. Keine leichte Aufgabe, dann noch den entscheidenden Boof-Schlag zu setzen, wenn man das Paddel gerade nur in einer Hand hat. Für das Publikum war einiges geboten: von offenen Spritzdecken über beherzt kämpfende Paddler, die mit aller Kraft das schon verpasste Kehrwasser doch noch erreichen wollten, bis hin zu tollen Linien – so spielerisch leicht und technisch sauber gefahren, dass sie plötzlich kinderleicht aussahen. Die Bewohner von Rassa revanchierten sich dann am Abend für die tagsüber gebotene Show und boten das Beste, was die lokale Küche zu bieten hat: doch selbst ausgehungerte Paddler konnten die Mengen an Essen, die immer wieder auf die Tische geladen wurden, nicht bewältigen. Bei der anschließenden Party in Piode brauchte man dann auch reichlich Energie: die Tanzfläche war bis in die frühen Morgenstunden übervoll!


Jutta Kaiser im Rennen


Boatercross an der Sorba

3. Tag: Sonntag Das Beste zum Schluss könnte man meinen und so war es auch! Der für Zuschauer und Paddler spannendste Wettkampf war für Sonntag aufgehoben worden: Boater-Cross! 4 Paddler zeitgleich auf die enge Strecke, mit einem einfachen doch klaren Modus: nur die schnellsten kommen weiter! Und es wurde gekämpft! Um jeden Meter; denn selbst noch am eigentlich Ziel war nichts verloren oder gewonnen, wie Michele Ramazza (ITA) bewies, als er den eigentlich führenden Franzosen auf den letzten Zentimetern noch abfing und seine Hand einen Moment früher das Banner berührte als die seines Kontrahenten.

Neben den Kajakwettkämpfen waren natürlich auch etliche andere Sportarten in den Tälern von Sorba und Gronda vertreten. Zu den Teva Extrem Mountain Games waren Bergläufer, MTB-Downhill-Fahrer, Kletterer und Paddler aus ganz Europa angereist, die 3 tolle Tage in den italienischen Bergen mit einander verbringen konnten.


Mamma-Razzi Ingrid Schlott


SkyRace Start vor der Boulderwand


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