2. Ötztal-Festival, 8.-9. Juli 2006
Mit großem Engagement und unermüdlicher Energie mobilisierten Oalf Obsommer und Bernhard Mauracher auch in diesem Jahr wieder
hunderte Kajakfahrer, um im Ötztal gegen die Verbauungspläne der TIWAG zu demonstrieren. Schon 2005 war die Veranstaltung ein voller
Erfolg gewesen und so war klar, dass auch in diesem Jahr wieder viele den Weg nach Sölden finden würden. Neben den österreichischen
Paddlern waren es so vor allem die deutschen, tschechischen und schweizerischen Kajakfahrer, die Samstag und Sonntag auf der Ötz
rund um Sölden unterwegs waren.

Vor dem Start, Foto rechts: Olaf und Bernie

Startvorbereitung
Das ganze Wochenende war mit Programmpunkten voll bestückt; wer zusätzlich noch gerne eine „private“ Fahrt z.B. auf der unteren
Venter Ache einbauen wollte, musste dazu recht früh aufstehen. Am Samstag gab es tagsüber einen spannenden Boatercross auf einer
anspruchsvollen Strecke unterhalb des Söldenkataraktes. Gerade das kleine Kehrwasser am Ende, wo an einem Banner angeschlagen
werden musste, sorgte für viel Überraschungen und so mancher, der schon wie der Sieger aussah, musste sich am Ende geschlagen geben,
weil er eben die Einfahrt ins Kehrwasser verpasste. Bei den Herren dominierten die Schweizer: Simon und Ron belegten die Plätze 1 und
2, dritter wurde Markus Hummel. Im Finale der Frauen ging es auch hoch her: Amelie führte lange, verpasste jedoch dann am Ende
besagtes Kehrwasser. Hannah und ich fuhren hier fast gleichzeitig ein, doch nach einer erneuten Verletzung meiner angeschlagenen
Schulter musste ich Hannah den Sieg überlassen.
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Am Abend gab es Party mit Grill und Freibier in Sölden, dazu den Ötztal-Film von Bernie Mauracher und das WM-Halbfinale
Deutschland-Portugal. Olé, olé, olé, olé! Bei der anschließenden Fackelfahrt wagten sich mit Sicherheit noch einmal gut 50 Paddler
aufs Wasser, um den Ort mit ihren Fackeln vom Fluss aus zu beleuchten. Ein schönes Bild!
Sonntag gab es dann am Vormittag zunächst die Demonstrationsfahrt durch den Ort, danach einen Raftcross, wo die Raftguides von Ötz
und Inn mit ihren Teams sich richtig ins Zeug legten. Außerdem bestand für interessierte Nicht-Paddler noch die Möglichkeit, einmal
die Ötz vom Wasser aus zu erleben: in Duotopos oder Rafts konnten diese unter fachkundiger Begleitung ebenfalls die Strecke durch
den Ort befahren.
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Grillmaster Nils und Thomas |