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Sport-Klettern in 'Frey', einem der besten Granitklettergebiete SüdamerikasWen man vom nordöstlichen Ende des Sees Nahuel Huapi nach Bariloche blickt, sieht man nicht
nur auf das Skigebiet der Region, das im argentinischen Winter auch etliche Schnee-Fans aus Europa
lockt, sondern vor allem auch auf die tollen Türme und Zacken aus Granit des Cerro Catedral, die
sich vor dem mal wieder blauen Himmel abheben. Unter Kletterern ist diese Region unter dem Namen
„Frey“ gut bekannt: beste Felsqualität, unzählbare Routen, z.T. komplett mit Bohrhaken eingerichtet
oder auch völlig „clean“ - je nach gusto und Klettervermögen kann man sich hier mehr als einen Sommer
lang austoben. ![]() | |
Direkt am Refugio Frey schaut man auf die Aguja Frey und nach weniger als 5 Minuten Fussweg
steht man auch schon an den ersten Einstiegen. Hier ist die Routendichte so hoch, dass das Lesen
des Topos eine Kunst für sich ist: dicht an dicht und mit etlichen Überschneidungen ist diese Nadel
mit Routen übersehen und wer mit ein bisschen Fantasie und Ortskenntnis ans Werk geht, kann die
schönsten Seillängen aus mehreren Touren zu einer ganz eigenen Route kombinieren. Und genau das
macht Luciano, unser Bergführer, denn er hat hier einige Seillängen selber eingebohrt und kennt
sich bestens aus. Nach dem Klassiker „Sinfuentes Weber/Monti“ (5+), klettern wir eine eigenwillige
Trilogie im Schwierigkeitsgrad 6a+, die mit der Seillänge „Hay un monstro en la cuisina“
(in der Küche ist ein Monster) aufhört. Na hoffentlich ist das nicht wahr, denn nach dem Aufstieg
zu Hütte und dem langen Kletternachmittag sind wir hungrig und freuen uns auf eine leckere Mahlzeit
aus der Hütten-Küche. |
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Für den nächsten Tag haben wir etwas ganz besonderes vor. Der höchste Granitturm der Region - der
Torre Principal - lockt uns. Auch hier gibt es einen Klassiker im 5. Schwierigkeitsgrad, der vor
allem wegen einer spektakulären Seillänge durch einen Durchbruch von der Ost- aus die Südwestseite
kletternswert ist. Nach 1,5 h Anmarsch über z.T. steile Schneefelder erreichen wir den Einstieg.
In den nächsten Stunden genießen wir die relative Windstille auf unserer Ostseitenroute, denn von
Westen her bläst es mal wieder ganz ordentlich. Erst in den letzten Seillängen – nach dem Durchbruch -
sind wir dem Wind mehr ausgesetzt und müssen uns mit Jacken und Mützen behelfen. | |
![]() genialer Blick vom Torre ![]() Luciano am Torre Principal ![]() Durchbruch auf die Südwestseite ![]() Manfred am Torre ![]() Halleluja |
![]() 'unser' Tronador im Hintergrund ![]() Torre Principal ![]() letzte Seillänge am Torre ![]() am Gipfel des Princi ![]() Abstieg vom Princi |
Doch für uns warten weiter unten in den Tälern auch noch tolle Ziele/weitere Flüsse und so treten wir am dritten Tag den Weg vom Refugio Frey wieder ins Tal an. | |
Copyright © 2005-2007 Jutta Kaiser