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Chile, Dezember 2006

  • Teil 1 - Achibueno, Ancoa

Endlich wieder in Chile!!!

Wenn zu Hause in Deutschland der Winter beginnt, wird es Zeit, der Sonne hinterher zu fliegen und die guten Verhältnisse für Paddler auf der südlichen Erdhalbkugel auszunutzen. Chile ist nun bereits zum dritten Mal unser "Winterziel", doch hier gibt es eine solch grosse Zahl an Flüssen, so dass wir sicher sind, auch dieses Mal viele neue Sachen zu entdecken.

Und Santiago die Chile gibt sich nach unserer Ankunft von der besten Seite: Sommer, Sonne, blauer Himmel und über 30 Grad Hitze. Unser Gepäck ist komplett und nach kurzem Warten am Flughafen werden wir auch bereits von Freunden aus Santiago wie versprochen abgeholt. Alles läuft bestens!



Foto: Beschwerliche Fahrt zum Fluss

Nur der Fluss, der durch Santiago fliesst, der Mapocho, ist nicht so ganz nach meinem Geschmack. Doch das lässt sich ändern und nur einen Tag später sind wir schon auf dem Weg nach Süden. Auf der Höhe des Ortes Linares verlassen wir die Panamericana und fahren nach Osten, das Ancoa-Tal Richtung Osten hoch in die Berge.

Der Fluss Mapocho in Santiago de Chile ist nicht Juttas Favorit

Jutta am Achibueno

Und der erste Paddeltag hier in Südamerika wird direkt ein Highlight: gemeinsam mit unseren Bekannten aus Santiago befahren wir den Achibueno, einen Nebenfluss des Ancoas. Kristallklares, recht warmes Wasser fliesst durch weisse Felsblöcke, dazu die grandiose Landschaft.... und sofort wird uns klar, warum wir so gerne hierher kommen! Der Flusscharakter ist ideal zum Einpaddeln: Drop-and-Pool mit Katarakten im Bereich WW III-IV. Alles ist gut vom Boot aus einzusehen und mit einem breiten Grinsen im Gesicht geniessen wir die 16 km des heutigen Tages.

Jutta und Horst auf dem Achibueno

Jutta auf dem Achibueno

am Achibueno mit unseren Bekannten aus Chile

Und auch neben dem Fluss bekommen wir deutlich den Unterschied zu unseren gewohnten europäischen Verhältnissen vor Augen geführt. Das Haupttransportmittel hier in den Bergen hat nur 1 PS und die kleinen "Krabbeltiere" sind dafür umso grösser und kräftiger. Doch so schnell laufen wir nicht davon!!!



Foto oben: 1 PS oder mehr???
Foto rechts: Jutta und die wilden Tiere Südamerikas

Am 2. Paddeltag sind wir dann auf dem Ancoa unterwegs: diesen Flussabschnitt sind wir bereits vor einigen Jahren schon einmal gepaddelt, allerdings später im Sommer und nicht zur Hauptschneeschmelze wie derzeit. Und das ist gerade am Ancoa von besonderer Bedeutung, denn zu dem Wasser, dass der Ancoa selber führt, wird kurz oberhalb unseres Einstieges noch Wasser durch einen 4km langen Tunnel aus einem Nebental in den Ancoa geleitet. Und hier kommt heute viel trübes Schmelzwasser aus diesem künstlichen Zufluss... So treffen wir einen sehr guten Wasserstand an, der auf dem Lofer-Schlucht ähnlichen Abschnitt gerade recht ist. Einige Rapids schauen wir an und sichern, 2x entscheiden wir uns sicherheitshalber zu umtragen. Gerade die lezten 3 km des heutigen Abschnitts haben es in sich. Fast ununterbrochen hat der Fluss ein enormes Gefälle: Stufe folgt auf Stufe und die Verblockung ist insgesamt so stark, dass man sich nur langsam von Kehrwasser zu Kehrwasser hangeln kann. Technisch anspruchvolles Wildwasser, wie wir es am liebsten haben!!!

Jutta und Manfred auf dem Ancoa

Jutta auf dem Ancoa

Wie auch schon gestern kommen wir nach einigen Stunden auf dem Bach happy und müde am Ausstieg an... Und eines ist nach den zwei Tagen klar: der Ancoa und der Achibueno sind auf jeden Fall ein Muss für alle Chile-Fans! Nach einem tollen gemeinsamen Wochenedne geht es für unsere Freunde aus Santiagio nun zurück in die Bueros; wir machen uns auf den Weg nach Bariloche in Argentinien!

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Copyright © Jutta Kaiser